Schuldscheine

Schuldscheine sind der rechtliche Überbegriff für alle in Form einer Urkunde bestätigenden Schriftstücke über das Bestehen einer Schuld zwischen einem Gläubiger und einem Schuldner.

Einer der spektakulärsten Fälle ist der Schuldschein, den ein Staat in den USA in 3stelliger Höhe an eine Privatperson ausstellte und der dann niemals eingelöst worden war, bis 1,5 Jahrhunderte später ein Nachfahre diesen Schuldschein fand und einforderte, dessen Wert sich inzwischen deutlich im 7 stelligen Bereich befindet.

Ein schönes Beispiel für die exponentielle Wirkung von Zinseszinsen über eine lange Laufzeit.

Schuldschein Vorlagen für den privaten Gebrauch finden Sie unten auf dieser Seite.

Schuldscheine – der Erwerb

Schuldscheine sind nicht handelbar im börsentechnischen Sinne, können aber außerbörslich gehandelt werden. Schuldscheine sind somit keine Wertpapiere. Sie sind ein gängiges Mittel der Fremdfinanzierung für Unternehmen oder Privatpersonen.

Schuldscheine sind eine relativ sichere und häufig verwendete Werteinlageform im privaten Bereich.

Arten von Schuldscheinen und deren Laufzeit

Generell kann man zwei Arten von Schuldscheinen unterscheiden. Bei den fristenkongruenten Schuldscheinen ist der Zins über die gesamte Laufzeit fest vereinbart. Bei den revolvierenden Schuldscheinen wird die gesamte Laufzeit des Darlehens in Intervalle unterteilt und der Zins immer wieder neu festgelegt. Welche Methode der Schuldscheine für die einzelnen Seiten die bessere ist, ist von der Wirtschaftentwicklung an sich über eine längere Frist abhängig und hat eine spekulative Fragestellung.

Vorgang beim Ausstellen eines Schuldscheines

Die Ausgabe der Schuldscheine ähnelt sehr der Aufnahme eines Kredites, wird aber bilanziell anders gewertet und ermöglicht so dem die Schuldscheine emittierenden Unternehmen eine höhere Aufnahme von Fremdkapital ohne seine Bewertung als Unternehmen an sich zu mindern.

Regularien beim Handel mit Schuldscheinen

Im Regelfall bewegen sich die Zinsen auf Schuldscheine zwischen 2 und 3%, sie erwirtschaften also gerade einmal ihren inflationären Durchschnittsverlust. Durch die Eigenschaft der Schuldscheine ein Abkommen zwischen Schuldner und Gläubiger mit 4 Augen-Prinzip zu sein, sind aber natürlich auch andere Konstellationen möglich. Dies betrifft sowohl die Laufzeit der Schuldscheine als auch die Höhe des vereinbarten Zinses. In Rezessionszeiten werden Unternehmen eher bereit sein, höhere Zinsen für ihre Schuldscheine zu bieten als in Aufschwungsphasen. Daraus leitet sich auch ab, dass Schuldscheine immer dann Konjunktur haben, wenn es am Finanzmarkt und der in der Wirtschaft im Allgemeinen turbulenter zugeht.